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Wasser- & Wärmezähler · wM-Bus & LoRaWAN

Zählerstände
ohne Vor-Ort-Termin.

Wasser- und Wärmezähler mit wM-Bus-Funkmodul oder LoRaWAN-Sender, Gateways an Hochbehälter, Heizzentrale oder Verwaltungsgebäude, Netzserver und Plattform in Kundenhand. Statt Ablesetermin und Stichtag: Zählerstände regelmäßig, Verbrauchsverläufe, Meldung bei Ausfall – und ein Export, der direkt in die Abrechnung geht.

Umgesetzt und im Regelbetrieb

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01 — Aus der Praxis

Umgesetzt und im Regelbetrieb

Die klassische Zählerablesung ist aufwendig: Termine vereinbaren, Wege fahren, Keller betreten – und am Ende steht nur eine Momentaufnahme an wenigen Stichtagen im Jahr. Zwischen zwei Ablesungen bleibt der Verbrauch im Dunkeln, Leckagen und Auffälligkeiten fallen spät auf.

Mit einem kommunalen Wasser- und Fernwärmeversorger wurde deshalb die Zählerfernauslese umgesetzt: LoRaWAN-Gateways an bestehenden Standorten des Versorgers, Wasser- und Wärmezähler mit LoRaWAN- und wM-Bus-Sendern, ein eigener Netzserver und eine eigens entwickelte Plattform, die beide Sparten in einer Oberfläche zusammenführt – Zählerstände, Verbrauchsverläufe, Meldung bei Zählern ohne Empfang. Das Ergebnis: Der Stichtag ist abgelöst, Verbräuche sind laufend nachvollziehbar, Vor-Ort-Termine entfallen.

Die Plattform ist keine Machbarkeitsstudie, sondern heute im laufenden Betrieb – und wird mit den Anforderungen des Versorgers weiterentwickelt. Dieselbe Basis lässt sich auf andere Versorgungsgebiete, Werksgelände und Liegenschaften übertragen; Bestandszähler mit wM-Bus werden über Bridges eingebunden.

Projekt
Kommunaler Wasser- & Fernwärmeversorger
Zähler
Wasser und Fernwärme
Funk
LoRaWAN und wM-Bus
Plattform
Eigenentwicklung, beide Sparten in einer Oberfläche
Status
Abgeschlossen, heute im Regelbetrieb
02 — Die Technik

Zwei Funkwege, ein Ziel

Für die Fernauslese von Verbrauchszählern haben sich zwei Funktechniken etabliert. wM-Bus steckt bereits in vielen Zählern, LoRaWAN überbrückt ganze Versorgungsgebiete. Welche passt, hängt vom Bestand, der Fläche und dem Ziel ab – häufig ist es die Kombination.

Zählerstandard

wM-Bus

Wireless M-Bus ist der europäische Standard für Verbrauchszähler. Viele Wasser- und Wärmezähler senden damit ab Werk – oder lassen sich mit einem Funkmodul nachrüsten.

Reichweite
Kurz – Gebäude, Keller, Schacht, Werksgelände; einige hundert Meter im Freien
Auslesung
Walk-by/Drive-by mit Empfänger oder stationär über Gateway bzw. wM-Bus-LoRaWAN-Bridge
Verschlüsselung
AES-128, Schlüssel je Zähler vom Hersteller
Typisch für
Bestandszähler, Liegenschaften, Submetering, Werksgelände
Flächennetz

LoRaWAN

Eine offene Funktechnik mit Reichweiten von mehreren Kilometern und sehr geringem Energiebedarf. Wenige Gateways decken ein ganzes Versorgungsgebiet ab – auch entlegene Zählerpunkte.

Reichweite
Mehrere Kilometer im Freien, im Ort typisch ein bis drei Kilometer, gute Gebäudedurchdringung
Auslesung
Stationär und automatisch, kein Vor-Ort-Termin
Verschlüsselung
AES-128 auf Netz- und Anwendungsebene, Schlüssel je Gerät
Typisch für
Versorgungsgebiete, Stadtwerke, verteilte Standorte; Batterielaufzeit mehrere Jahre bis über zehn Jahre
+
Beides kombinierbar

Bestandszähler mit wM-Bus werden über Bridges in das LoRaWAN-Netz eingebunden. So bleiben vorhandene Zähler erhalten, während die Auslesung über das ganze Gebiet stationär läuft – und alles in derselben Plattform landet.

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03 — Der Weg der Daten

Vom Zähler zum Dashboard

Schritt 01
Zähler

Wasser- und Wärmezähler erfassen den Verbrauch und senden ihre Werte per wM-Bus oder LoRaWAN – verschlüsselt und in festen Intervallen.

Schritt 02
Gateways

Gateways an geplanten Standorten empfangen die Funksignale – wM-Bus-Bridges binden Bestandszähler ein – und leiten sie gebündelt weiter.

Schritt 03
Plattform

Die Plattform entschlüsselt, prüft und speichert die Werte und führt Wasser und Wärme in einem Datenbestand zusammen.

Schritt 04
Dashboard

Aktuelle Stände, Verbrauchsverläufe und Auffälligkeiten – übersichtlich in einer Oberfläche, jederzeit abrufbar.

Schritt 05
Export

Stichtagswerte und Verläufe gehen per Export oder Schnittstelle in Abrechnung und Fachsysteme – ohne manuelles Abtippen.

04 — Leistungsumfang

Was übernommen wird

01
Bestandsaufnahme

Zählerliste mit Typ, Baujahr und Funkschnittstelle, Begehung ausgewählter Zählerpunkte. Ergebnis: welche Zähler senden schon, welche bekommen ein Funkmodul, welche werden beim nächsten Eichwechsel getauscht.

02
Funkplanung & Gateways

Gateway-Standorte auf eigenen Gebäuden des Versorgers – Hochbehälter, Heizzentrale, Rathaus.

03
Zähler anbinden

Geräte im Netzserver registrieren, Schlüssel einspielen, Sendeintervall einstellen, ersten Empfang prüfen. Jeder Zählerpunkt wird mit Adresse, Zählernummer und empfangendem Gateway dokumentiert.

04
Plattform & Dashboard

Zählerstände und Verbrauchsverläufe, Vergleich zum Vorjahr, Alarm bei Rückfluss, Dauerdurchfluss oder fehlendem Empfang. Wasser und Wärme in einer Oberfläche, Zugänge und Daten beim Versorger.

05
Export & Schnittstellen

Stichtagswerte als CSV oder Excel für die Abrechnungssoftware, Schnittstelle (REST) für Fachsysteme. Das Format wird mit dem Abrechnungsdienstleister abgestimmt, damit nichts mehr abgetippt wird.

06
Betrieb & Überwachung

Gateways, Netzserver und Datenfluss im laufenden Monitoring. Zähler ohne Empfang werden nach definierter Zeit gemeldet, Updates für Gateways und Plattform laufen im Wartungsfenster – nicht erst beim nächsten Stichtag fällt etwas auf.

05 — Nutzen

Was sich dadurch ändert

Wenig bis keine Vor-Ort-Termine

Die Ablesung läuft automatisch – das spart Wege, Terminabsprachen und Zutritt zu fremden Kellern.

Leckagen fallen schneller auf

Ungewöhnliche Verläufe – etwa Dauerdurchfluss bei Nacht – fallen sofort auf, nicht erst nach Monaten.

Eine Oberfläche

Wasser und Wärme gebündelt an einer Stelle, statt getrennter Insellösungen pro Sparte oder Hersteller.

Daten in Kundenhand

Netz, Plattform und Zugänge gehören dem Versorger. Kein Vendor-Lock-in, Export jederzeit möglich.

06 — Häufige Fragen

FAQ zur Zählerfernauslese

Müssen die Zähler getauscht werden?

Nicht zwingend. Viele Wasser- und Wärmezähler haben bereits eine wM-Bus-Funkschnittstelle oder lassen sich mit einem Funkmodul nachrüsten. Bei Zählern ohne Schnittstelle bietet sich der Tausch im Rahmen des regulären Eichwechsels an. Welche Zähler im Bestand geeignet sind, zeigt die Bestandsaufnahme.

Was ist der Unterschied zwischen wM-Bus und LoRaWAN?

wM-Bus ist der in Europa etablierte Standard für Verbrauchszähler mit kurzer Reichweite – typisch für Walk-by- oder Drive-by-Auslesung und Gebäude. LoRaWAN überbrückt mehrere Kilometer und eignet sich für die stationäre Auslese über ein ganzes Versorgungsgebiet. Beide Techniken lassen sich kombinieren: wM-Bus-Zähler werden über Bridges in das LoRaWAN-Netz eingebunden.

Wem gehören die Daten?

Dem Versorger beziehungsweise Betreiber. Die Zählerdaten werden verschlüsselt übertragen und in einer Plattform zusammengeführt, deren Zugänge beim Kunden liegen. Export in Abrechnungs- oder Fachsysteme ist vorgesehen – ein Vendor-Lock-in nicht.

Funktioniert Funkauslese auch in Kellern und Schächten?

In den meisten Fällen ja. LoRaWAN ist auf gute Gebäudedurchdringung ausgelegt, und die Gateway-Standorte werden im Rahmen der Funkplanung so gewählt, dass auch schwierige Zählerpunkte erreicht werden.

Gibt es bereits Erfahrungen aus der Praxis?

Ja. Mit einem kommunalen Wasser- und Fernwärmeversorger wurde die Zählerfernauslese umgesetzt und abgeschlossen: Zähler senden ihre Werte per LoRaWAN und wM-Bus an eine eigenentwickelte Plattform, die heute im Regelbetrieb genutzt und weiterentwickelt wird.

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